Kritik

03.04.2007

"Besprechung von Annette Gonserowski für die Rezensionen-Welt, 06/2003:

Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man ein Buch zur Rezension in die Hand gelegt bekommt. Neugier vor dem Aufblättern. Dieses Mal Recyclinggedichte von Samuel Kiefer, erschienen 2001 bei Kiefermedia GmbH. Schon im ersten Gedicht wird das Verständnis des Autors deutlich gemacht, was er unter Recyclinggedichte versteht:"
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04.08.2004

Die Jury hat sich zur Einschätzung Ihrer Arbeit eingehend mit den kreativen, sprachlichen, inhaltlichen und bildhaften Seiten Ihres Gedichtes "Ägäis im Winter" befasst.

Was Sie zum Wettbewerb eingesandt haben, schafft in einzigartigem Einfallsreichtum (besonders deutlich in den Worten "strahlt hier das Blau Wärme aus" sichtbar) eine sprachliche Leistung, die man mit Fug und Recht als gelungen bezeichnen kann. Sie haben eine verständliche Aussage getroffen. Was die Bildhaftigkeit betrifft, kann man Ihr bemerkenswertes lyrisches Gespür wahrnehmen.

Der kühne Schluss entführt ganz ins Reich der poetischen Imagination. Gemeinsam zeigen alle diese Punkte Ihr überdurchschnittliches lyrisches Können.
Hinsichtlich Ihrer Zukunft in der Dichtkunst möchten wir Ihnen ausdrücklich Mut machen, weiterhin diesen Weg zu verfolgen - dass Sie Ihr "poetisches Handwerk" bereits beherrschen, ist offenkundig. Auf der Basis Ihrer vorhandenen Stärken im sprachlichen Ausdruck und in der Bildsprache der Lyrik sollten Sie Ihren besonderen Schwerpunkt auf genauer umrissene Themen legen. Dagegen haben Sie hinsichtlich Ihres Einfallsreichtums eine besondere Anerkennung verdient.

 Dr. Klaus Pemsel, Vorsitzender der Jury
 Bibliothek deutschsprachiger Gedichte

Ägäis im Winter

der Sommer überwintert
im Meer

entgegen allen Regeln
strahlt hier das Blau
Wärme aus

die umgestürzten Säulen stehen
für von den Inseln
verworfene Gedanken
 

(recycelte Version im Vergleich zur Buchfassung)

 


 

05.09.2003

Nach eingehender Beratung freuen wir uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Gedicht "Röslein rot" für die Veröffentlichung in der nächsten Anthologie-Buchausgabe der Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichts vorgesehen ist.

Roman Belzner
-Cheflektor-
Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes
 

Auszug aus Recyclinggedichte, ISBN: 3-9808011-0-1:

 

Zu Händen von Johann Wolfgang von Goethe

 Röslein rot

 scheinbar grundlos
 reißt ein Kind
 im Stadtgarten
 Rosen aus

 keiner sagt etwas

 auch die Rosen nicht

 


 

16.07.2003

Unsere Jury hat sich zur Beurteilung Ihrer Arbeit vorrangig mit den kreativen, sprachlichen, inhaltlichen und bildhaften Seiten Ihres Gedichtes "Röslein rot" beschäftigt.

Ihr Text schafft in wirklich einfallsreicher Art und Weise (was besonders in Ihren Worten "scheinbar grundlos reißt ein Kind" deutlich wird) eine Schöpfung, die die sprachlichen Anforderungen an einen Dichter merklich erfüllt. Inhaltlich haben Sie Ihr Anliegen verständlich gemacht. In punkto bildhafter Gestaltung, möchte ich sagen, ist spürbar, dass Sie im poetischen Ausdruck firm sind.

Damit liefern Sie einen Kommentar zum Verlust der Romantik heutzutage. Als Resümee kann ich sagen , dass sich ein hervorhebenswertes Poesieverständnis zeigt. Für Ihren weiteren Werdegang in der Dichtkunst möchten wir Sie ausdrücklich darin ermutigen, auch weiter diesen Weg zu verfolgen - es ist offensichtlich, dass Sie Ihr "poetisches Handwerk" bereits beherrschen. Im Ganzen vermittelt Ihre Leistung schon einen recht homogenen Eindruck, aus dem Ihre eigenständige Ideenfindung jedoch sehr positiv hervorsticht.

Ich darf Ihnen mitteilen, dass ich Ihr Gedicht zur Entscheidung über die Aufnahme in die nächste Anthologie-Buchausgabe an das Lektorat der Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes weitergeleitet habe.

Dr. Klaus Pemsel, Vorsitzender der Jury
Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes

 


 

"Fast japanisch: kurz formuliert, aber mit Tiefgang und Nachschwingungen

Über den Gedichtband "Recyclinggedichte" von Samuel Kiefer

Ein Gedichtband von 190 Seiten und wenig Text und doch mit viel Inhalt! Samuel Kiefer, als Autor und Regisseur tätig, beweist mit seinem ersten Gedichtband, daß wenige sorgsam gefügte Worte ausreichen, Stimmungen zu beschreiben und Wirkungen zu erzielen - auch Nachwirkungen und Nachschwingungen. Samuel Kiefer dichtet fast japanisch, wenn auch keines seiner Gedichte der klassischen Form eines Heiku's entspricht.

Der Autor reflektiert Eindrücke und Begegnungen - Begegnungen mit der Natur und mit dem Menschen. Liebe ist, wie könnte es anders sein, ein beherrschendes Thema. Aber nicht nur! Zeitgeistiges wird verarbeitet, oft mit feiner Ironie. Manchmal mit Sarkasmus wie in dem Gedicht "Baumsterben"

Bäume haben bei uns
nichts mehr verloren

was können sie schon
außer
Grundwasser speichern
Schatten spenden
Atemluft reinigen
und das Federgewicht
von Singvögeln tragen

 

Samuel Kiefer beherrscht die ganz große Kunst der ganz kleinen Form. Damit bildet er eine Ausnahme im Literaturbetrieb. Keine Ausnahme ist, daß auch hier wieder ein Titel gewählt wurde, der in die Irre leiten kann. Merkwürdigerweise haben es Verlage und speziell Autoren, die doch jedes Wort wiegen müßten, Probleme damit, ansprechende Titel zu entwickeln

 

Klaus-Martin Abendroth"
(von Gedichte.de)

 


 

28.01.02, Willibald Pateter
Ich nehme das Buch immer wieder mit großer Freude zur Hand.

 


 

03.01.02, Martin Tesch
Ihr Gedichtband ist toll, er läßt meine Gedanken kreisen.

 


 

01.12.01, Dr. Ansgar Hillach
Sie machen das mit einfachen Gedanken und Wahrnehmungen, ausgehend von Redensarten, die in der Schlußzeile oft einen neuen, überraschenden Aufschluß bringen ("Kern zeigen" wäre nicht richtig, Sie gewinnen ihnen diese Wendung erst ab). Gedichte wie zusammengeweht aus Floskeln, Alltagsgedichten, wie sie scheinbar jeder machen könnte.
 


 

27.11.01, Erika Köppler
Auf Anhieb haben mir Ihre Gedichte gefallen, nicht alle gleich gut, dafür einige sehr gut. Corinne, Der Macher, Daheim, Vogelfluglinie, Computerliebe, Was immer das heißen mag, Eheschließung, Immer auf Reisen.
Ihre Gedichte sind wie Schmetterlinge oder solche leichten Dinge, so flattern sie vorüber. Sie kommen gleich zur Sache. Liebe, Erotik, Tod das sind Ihre Themen. Nur bin ich mir nicht im Klaren, warum Sie diesen Titel für Ihr Gedichtbuch ausgewählt haben.
 


 

29.10.01, VG
Hungrig und ausgelaugt, kurz vor Feierabend, oder besser lange nach off. Dienstschluß: Buch teilweise gelesen. Gefällt mir gut. Der Autor hat Talent, auch die Musberger Buchhändlerin war von seiner Person begeistert.
 


 

25.10.01, Herbert Baumert
...in Bewunderung für seine Recyclinggedichte.

 


 

22.10.2001, Robert Stimpel
"Es sind leichte, luftige Gebilde aus Sprache, Sie gehen sehr bewusst mit Sprache um und kriegen durch riskante (?) Zeilenumbrüche irre und auch witzige Bilder hin. Interessant auch, dass fast alles Liebesgedichte sind."
 


 

22.10.2001, Simone Höller
" ...Beim Lesen des Buches schmunzelte ich über die übereinstimmenden Gedanken, Sinneseindrücke, Beobachtungen...
Mein Leben lag aufgeblättert. Ich fühlte mich wie ertappt.
(Dabei gehe ich davon aus, daß viele Leser dasselbe empfinden, zu nachvollziehbar und klar zeichnet sich hier das Bild eines jungen, suchenden, hoffnungsvollen Menschen mit all seinen Ängsten und Sorgen, seinen Wünschen und seinen Träumen.)
Trotzdem empfand ich für mich einen Unterschied: Diese Person war ich!"
 


 

18.10.2001, Sarah Kollenberg
Wenn ich näher über einzelne Texte nachdenke, stellen sich aber auch besondere Vorlieben heraus; "Verliebt" halte ich (leider!) geradezu für eine Lebensweisheit und deswegen auch für besonders gut gelungen, "In Gedanken an Dich" regt mich persönlich zum Träumen an und ist mir deswegen aufgefallen, "Bettlektüre" besticht durch den Witz und die Zweideutigkeit, aber auch ernstere Texte wie "Dem toten Vogel" und "Angst zu leben" haben mir gut gefallen.
Wenn man sich näher mit solchen Texten beschäftigt schärfen sie sogar den Blick für das Geschehen auf der Welt und den Umgang mit der Erde!
 


 

15.10.2001, KEM
"... ich muss sagen, dass mich der Gedichtband sehr beeindruckt hat.
... Auch wenn ich selbst keine Dichterader habe, verwende ich gerne sinnvolle Sprüche, Gedanken oder ansprechende Gedichte. Mit Ihrem Buch, wurde mein Fundus auf jeden Fall bereichert. Schön, dass Sie die Gedichte aus dem Verborgenen recycelt haben."